Tinnitus und Migräne

Es rauscht, knackt, pfeift, zischt oder brummt im Ohr. Wer davon betroffen ist, kann bestätigen: Tinnitus raubt Nerven und Schlaf. Eine neue Studie weist nun auch einen Zusammenhang zwischen Tinnitus und Migräne nach.
Die Geräusche, die die von Tinnitus betroffenen Personen hören, sind sehr unterschiedlich und können in einem oder beiden Ohren auftreten, ein paar Minuten, Stunden oder sogar tagelang andauern. Ursachen für das Auftreten eines Tinnitus können Lärmeinwirkung, ein Hörsturz, Stress, Schwerhörigkeit, Viruserkrankungen oder eine Erkrankung des Innenohrs sein. Während ein akuter Tinnitus wie ein Hörsturz behandelt wird, kann chronischer Tinnitus (Geräusche halten länger als sechs Monate an) bisher nicht geheilt werden. Viele Betroffene können mit den Dauergeräuschen leben. Andere empfinden diese als so belastend, dass ein normales Alltagsleben kaum mehr möglich ist. Unterstützung bieten Behandlungsteams aus HNO-Arzt, Psychotherapeuten und Hörgeräteakustikern.

Tinnitus, Hörverlust und Migräne
Die meisten von Tinnitus betroffenen Personen weisen auch eine Hörminderung auf. Studien haben aber auch den Zusammenhang zwischen Tinnitus, selbst eingeschätzter Schwerhörigkeit und Migräne nachgewiesen. Eine neue amerikanische Studie (Quelle: hear-it.org) zeigt, dass Migränepatienten häufiger von subjektivem Hörverlust und Tinnitus betroffen sind als Menschen, die nicht unter Kopfschmerzattacken leiden. Grundlage für die Erhebung bildeten die Daten der US-amerikanischen Studie zur Gesundheit und Ernährung der Bevölkerung, die von 12.962 Personen erhoben wurden. 2.657 der Teilnehmer litten an Migräne (20,5 %), 2.344 schätzten sich selbst als schwerhörig ein (18,1 %) und 2.582 gaben an, an Tinnitus zu leiden (19,9 %). Die Forscher der University of California Irvine verglichen die Daten der Migränepatienten mit einer Kontrollgruppe aus Personen, die nicht an den Kopfschmerzattacken litten. 25 % der Teilnehmer mit Migräne waren von einem subjektiven Hörverlust betroffen. Im Vergleich dazu hatten nur 16,6 % der Kontrollgruppe ohne Migräne eine Hörminderung. Ein Tinnitus lag bei 34,6 % der Teilnehmer mit Migräne vor. Vergleichsweise litten nur 16,9 % der Kontrollgruppe an den Ohrgeräuschen.

Vom Tinnitus ablenken
Für einen chronischen Tinnitus gibt es bis heute keine Heilung. Die meisten Therapien zielen darauf ab, die Beschwerden zu lindern und dadurch die ständigen Geräusche im Ohr weniger belastend zu machen. In der Behandlung bewährt hat sich die akustische Stimulation. Dabei werden über ein Hörgerät oder zusätzliche Klanganreicherung mithilfe von Klangbibliotheken andere Schalleindrücke erzeugt, um vom Tinnitus-Rauschen abzulenken. Für Menschen mit Hörminderung, die unter Tinnitus leiden, sind Hörsysteme erhältlich, die den Tinnituston abschwächen und gleichzeitig das Gehör verbessern. Die Tinnitus-Funktion erzeugt ein Signal, mit dem das unangenehme Geräusch weniger stark wahrgenommen wird. Die Aufmerksamkeit des Hörsystem-Trägers wird auf andere Geräusche verlagert und es stellt sich ein Entspannungsgefühl ein. In Abstimmung mit dem Hörgeräteakustiker lässt sich je nach individuellem Therapie- und Komfortbedürfnis das „Ablenkungs-Signal“ festlegen.
 
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