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Neues aus der Hörsysteme-Schmiede

Der dänische Hörsystemhersteller Oticon betreibt seit über 40 Jahren ein eigenes Forschungszentrum in Eriksholm, 50 km nördlich von Kopenhagen. Ein Einblick in aktuelle Forschungsprojekte und in die Hörsysteme der Zukunft.
30 Festangestellte sind im Forschungszentrum Eriksholm beschäftigt. Fast die Hälfte lehrt zudem an Universitäten weltweit. Das Team arbeitet mit weltweit führenden akademischen Forschungseinrichtungen zusammen und schafft darüber hinaus wechselseitig nutzbringende Forschungs-Synergien.

Geforscht wird auf mehreren Gebieten, die Auswirkungen auf die Audiologie der Zukunft haben. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit finden in der Regel nach fünf bis zehn Jahren ihren Niederschlag in den Oticon-Produkten. Der Schwerpunkt der Forschung am Eriksholm Research Center liegt derzeit auf den Themenbereichen eHealth, Augmented Hearing und Cognitive Hearing Science.

Kognitive Aspekte des Hörens im Fokus
Anhand hochentwickelter Elektroenzephalographie (EEG) und medizinischer Messungen untersuchen die Forscher die kognitiven Prozesse, die sich beim Hören abspielen und wollen dadurch herausfinden, wie sich ein Hörverlust auf die Anstrengung und die Aufmerksamkeit beim Hören auswirkt. Langfristig sollen Hörsysteme entwickelt werden, die wichtige Informationen über die Aufmerksamkeit und den Höraufwand des Nutzers durch direktes physiologisches Monitoring liefern können. Ziel ist es, eine neue Generation von noch einmal stark verbesserten Hörsystemen zu entwickeln, die eine maximale Personalisierung ermöglichen, indem der Nutzer die selektiv die Töne seiner Wahl verstärken kann.

Augmented Hearing: erweitertes Hörerlebnis
Die Verbesserung der Klangqualität und des Sprachverständnisses in anspruchsvollen Hörsituationen ist ein weiteres Hauptaugenmerk der Hörsystementwicklung. Augmented Hearing ist ein Forschungsbereich, welcher sich mit der Geräuschunterdrückung in Hörsystemen beschäftigt. Menschen mit Hörverlust haben bei Nebengeräuschen besonders Probleme, Sprache von Lärm zu unterscheiden. Besonders wenn viele Sprecher anwesend sind, wird das Gesagte vielfach als Stimmenbrei wahrgenommen. Dieses so genannte ‚Cocktailparty-Syndrom‘ zu vermeiden, ist eine wesentliche Herausforderung für die zukünftige Hörsystementwicklung, welcher die Eriksholmer Forscher durch den verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz gerecht werden wollen. Als Basis dienen den Forschern konkrete und aktuelle Daten von Testpersonen mit Hörsystemen.

IT-unterstützte Gesundheitsversorgung
Im Bereich eHealth steht die Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologie zur Gesundheitsversorgung im Vordergrund. Vorrangig geht es darum, die Systeme zu optimieren, in denen Hörgeräteakustiker und Hörbeeinträchtigte interagieren. Daher stehen bei den eHealth-Anwendungen des Forschungszentrums die Anforderungen der hörbeeinträchtigten Person, der Familie und des Hörgeräteakustikers im Vordergrund. Langfristiges Ziel ist es, klinisch erprobte Gesundheitsanwendungen zu implementieren, die bei der Feststellung und in der Behandlung von Hörverlust erfolgreich eingesetzt werden. Die Vision am Eriksholmer Forschungszentrum ist jene, dass eines Tages die primäre Gesundheitsversorgung für Menschen mit Hörbehinderung durch eHealth unterstützt wird.
 
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