Männer hören anders als Frauen

Von Männern sagt man, dass sie schlechte Zuhörer seien. Tatsächlich hören Männer generell schlechter als Frauen. Und auch sonst gibt es einige Unterschiede zwischen dem männlichen und dem weiblichen Gehör. Die Hormone scheinen dabei eine wichtige Rolle zu spielen.
Seit der Einführung der Gendermedizin in den 1990er Jahren finden die biologischen und soziokulturellen Unterschiede von Mann und Frau in der Medizin größere Beachtung. Auch beim Hörsinn unterscheiden sich die beiden Geschlechter. Verschiedene Studien belegen, dass Männer und Frauen unterschiedlich gut hören. Frauen punkten vor allem bei der Wahrnehmung des emotionalen Untertones in der Kommunikation und beim Sprachverständnis, da sie die dafür relevanten höheren Töne besser wahrnehmen als Männer. Diese hingegen verfügen über ein besser entwickeltes räumliches Hörvermögen und können deshalb die räumlichen Zusammenhänge um sie herum besser wahrnehmen.

Biologische Notwendigkeit
Die Ursachen für die geschlechtsspezifische Wahrnehmungsleistung sprechen die Wissenschaftler teils den evolutionären Anforderungen zu. So kommt die bessere Wahrnehmung der hohen Töne - also auch der Kinderstimmen - der mütterlichen Rolle von Frauen entgegen, während es für Männer im Lauf der Evolution wichtig war, ihre Umgebung und potenzielle Bedrohungen richtig einschätzen zu können. Auch beim lärm- und altersbedingten Hörverlust gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede. Die Ursache dafür sollen laut den Forschern hormonelle Einflüsse sein.

Weibliche Hormone schützen das Gehör
Alter und Lärm gehören immer noch zu den Hauptursachen für die Verringerung des Hörvermögens. Allerdings sind Männer und Frauen unterschiedlich davon betroffen. Bei Frauen lässt die Hörfähigkeit zwischen 30 und 50 Jahren deutlich langsamer nach als bei Männern. Männer hingegen leiden auch häufiger an einer Hochtonschwerhörigkeit, wobei diese früher einsetzt als bei Frauen. Die Forscher erklären sich dies einerseits damit, dass Männer häufiger als Frauen lärmintensive Berufe ausüben. Sie vermuten aber auch, dass weibliche Hormone eine Schutzfunktion auf die Rezeptoren im Hörorgan ausüben. Zumindest bis zu den Wechseljahren sollen die Östrogene dem Verschleiß der kleinen Hörzellen im Innenohr vorbeugen, der für den lärm- und altersbedingten Hörverlust verantwortlich ist.

Regelmäßige Kontrolle ist für beide wichtig
Auch wenn es scheint, dass Frauen bis zu einem bestimmten Alter sozusagen den Ton angeben, also besser hören: Die Wechselwirkung zwischen Geschlecht, Alter, Genen und Umweltfaktoren wird die Forscher sicherlich noch weiter beschäftigen. Für Männer und Frauen gleichermaßen gilt jedoch, dass dem Hörsinn die gebührende Beachtung geschenkt werden sollte und es eben nicht „egal“ ist, wenn man „nicht mehr ganz so gut“ hört. Für viele Formen der Kommunikation und den Austausch untereinander ist ein gut funktionierendes Gehör unerlässlich. Deshalb sollten sowohl Männer als auch Frauen schon bei geringen Anzeichen für einen Hörverlust unbedingt ihr Gehör kontrollieren lassen. Denn ein Hörverlust tritt meist „schleichend“ auf, sodass die weitere Verschlechterung oft nicht oder zu spät wahrgenommen wird.
 
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