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Geheimnis Ohr

Warum haben einige Menschen angewachsene Ohrläppchen? Verändert sich unser Ohr mit zunehmendem Alter? Über die Form unserer Ohren und deren Bedeutung liegen viele Vermutungen, aber auch einige interessante Forschungsergebnisse vor.
Menschen mit großen Ohren, so besagen Theorien zur Physiognomie, sollen unternehmenslustig und fantasievoll sein, kleine Ohren hingegen auf eine bescheidene und zurückhaltende Wesensart hinweisen. Knickohren seien ein Hinweis auf innere Unruhe, Segelohren stünden für den unterschätzten Charakter des Trägers. Nach einer Theorie wären angewachsene Ohrläppchen gar ein Hinweis auf Hinterhältigkeit und große Ohren gleichbedeutend mit großen Gefühlen.

Die Gene spielen mit
Wissenschaftlich konnten bisher weder solche Annahmen, noch Gründe für bestimmte Ohrformen nachgewiesen werden. Allerdings liegt nun eine Studie vor, die sich mit der Form der Ohrläppchen befasst. Forscher der Humangenetik an der Universität von Pittsburgh konnten darin nachweisen, dass unterschiedliche Gene dafür verantwortlich sind, ob ein Ohrläppchen anwächst oder nicht. Bislang wurde angenommen, dass es sich bei dieser Besonderheit um ein Beispiel für die Weitergabe dominant-rezessiver Erbanlagen von Vater oder Mutter handele. Nun soll untersucht werden, wie die verschiedenen Gene zusammenwirken. Darauf aufbauend hofft man, Therapien für genetische Störungen entwickeln zu können, die mit Veränderungen in den Gesichtszügen oder an den Ohrläppchen verbunden sind.

Ohren wachsen im Alter
Für einige erstaunliche physiologische Veränderungen unseres Ohrs hingegen gibt es bereits Erklärungen. Während nämlich alle anderen Körperteile im Verlauf des Lebens schrumpfen, wächst unsere Ohrmuschel, und zwar in die Länge. Bei Männern sind das zwei bis drei Millimeter pro Jahr, bei Frauen etwas weniger, wie Berliner Experten der Humanbiologie feststellten. Auch das Ohrläppchen wird durch die Erschlaffung des Bindegewebes mit zunehmendem Alter etwas länger. Eine längere Ohrmuschel bringt übrigens im Alter, wenn das Gehör nachlässt, auch Vorteile. Ihr gekrümmter oberer Rand, die sogenannte Ohrschnecke, leitet nämlich eingehende Töne in den Gehörgang und über das Trommelfell ins Innenohr. Bei Tieffrequenztönen gelingt das mit verlängerter Ohrmuschel offenbar besonders gut.
 
 
 
 
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