Hörverlust beeinträchtigt die körperliche Funktion

Eine unversorgte Schwerhörigkeit wirkt sich sowohl auf die körperliche als auch geistige Fitness aus. Medizinisch bewiesen ist, dass das Erkrankungsrisiko der Betroffenen wesentlich höher ist und diese anfälliger für chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen und Depressionen sind. Eine neue Studie aus Bari betätigt nun den Zusammenhang zwischen altersbedingter Schwerhörigkeit und der Beeinträchtigung der körperlichen Funktion bei älteren Menschen.
Ungeschützte und langfristige Lärmeinwirkung und das Alter gehören immer noch zu den häufigsten Ursachen von Hörverlust. Unsere Hörfähigkeit kann bereits ab einem Alter von 40 Jahren abnehmen. Die Presbyakusis oder Altersschwerhörigkeit tritt ab dem 65. Lebensjahr häufig auf, wobei die Prävalenz mit dem Alter exponentiell ansteigt. Tatsächlich berichten fast 100 % der Menschen im Alter von 80 Jahren oder älter von einem gewissen Grad an Hörverlust.

Zwei Hauptmerkmale der Altersschwerhörigkeit sind die Innenohrschwerhörigkeit und die altersbedingte zentrale Schwerhörigkeit. Während die Innenohrschwerhörigkeit hauptsächlich mit einer fortschreitenden Verschlechterung der Cochlea-Funktion zusammenhängt, ist bei der altersbedingten zentralen Schwerhörigkeit die zentrale Hörbahn von Störungen betroffen. Die Folge sind eingeschränktes Verstehen von Sprache, vor allem bei Hintergrundgeräuschen oder wenn mehrere Personen gleichzeitig sprechen.

Diese beiden Merkmale der Altersschwerhörigkeit haben Forscher aus Bari näher unter die Lupe genommen. Im Spezifischen wollten sie nachweisen, ob sich ein altersbedingter Hörverlust auf die körperliche Funktion auswirkt. Hierzu analysierten sie die Daten von 1.929 in den Sanitätsregistern der Region eingetragenen Menschen über 65 Jahren, die sich einer klinischen Beurteilung anhand von  audiologischen, körperlichen und neuropsychologischen Kriterien unterzogen hatten. Der Anteil an Personen mit altersbedingtem Hörverlust war bei den Studienteilnehmern mit Beeinträchtigung der körperlichen Funktion oder Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten höher als bei den Personen ohne körperliche oder kognitive Funktionseinschränkung*.

Die Studie unterstreicht, wie wichtig die Diagnose und das Handeln bei Schwerhörigkeit sind. Denn mittlerweile ist gesichert, dass ein fortschreitender Hörverlust einen schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand mit sich bringt. Angesichts dieser Erkenntnisse erlangen moderne Hörsysteme eine wichtige Bedeutung im Hinblick auf die Gesundheitsvorsorge im Allgemeinen. Ab einem Alter von 50 Jahren sollte das Gehör regelmäßig kontrolliert werden. Wer von Hörverlust betroffen ist und sich rechtzeitig mit Hörsystemen versorgen lässt, fühlt sich in der Folge auch fitter und gesünder.

*Quelle: audioInfos Nr. 47, Juni 2021
 
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