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Ein offenes Ohr für den Partner

Verstehen und verstanden werden ist eine wichtige Grundlage für eine dauerhafte Beziehung. Wenn ein Partner schlecht hört, kann dies das Zusammenleben stark belasten. Ein offener Umgang mit der Schwerhörigkeit ist deshalb wichtig. Frauen sind dazu oft eher bereit als Männer.
Gerade nach der Pensionierung finden viele Menschen endlich Zeit und Ruhe, um sich mit Bekannten zu treffen, zu reisen und mehr Gemeinsames mit dem Partner zu unternehmen. Eine unbehandelte Schwerhörigkeit kann jedoch die Kommunikation allgemein stark beeinträchtigen und die Partnerbeziehung auf eine harte Probe stellen. Das kann so weit gehen, dass sich der von Schwerhörigkeit Betroffene in eine Welt zurückzieht, zu welcher der Partner keinen Zugang hat. Dabei ist es Voraussetzung für eine harmonische Partnerschaft, dass man sich gegenseitig zuhört.

„Du verstehst mich nicht mehr…“
Die vielfach zitierten Verständigungsschwierigkeiten zwischen Mann und Frau sind bei vorliegender Schwerhörigkeit eines Partners wörtlich zu nehmen. Wer von einem Hörverlust betroffen ist, hat tatsächlich Schwierigkeiten, einer Unterhaltung in gewöhnlicher Lautstärke zu folgen. Bereits eine leichte Hörminderung erfordert eine verdoppelte Höranstrengung des Betroffenen. Wer nicht mehr richtig versteht, was der andere sagt, fragt oft nach, antwortet vielleicht unangemessen auf Nicht-Gehörtes oder zieht sich von gemeinsamen Gesprächen zurück. Dieses Verhalten kann der normalhörende Partner wiederum als Unlust zur Teilnahme an Gesprächen interpretieren. Man spricht weniger miteinander, da Alltagsgespräche zur Geduldsprobe werden -oder die Gespräche werden oberflächlicher. Liebgewonnene gemeinsame Gewohnheiten, die Zuhören erfordern, werden immer mehr vernachlässigt, bis sie schließlich ganz aufgegeben werden.

Verstecktaktiken bringen nichts
Einige Schwerhörige verlegen sich auf Taktiken, mit denen sie den Hörverlust verstecken wollen, wie zum Beispiel mehr reden, sich vom Gespräch abwenden oder Fragen einfach bejahen, ohne diese verstanden zu haben. Dies hilft aber nicht, sondern sorgt im Gegenteil häufig für Missverständnisse und Streit.

Männer erklären weniger als Frauen
Viel wirksamer als die Schwerhörigkeit zu verstecken, ist ein offener Umgang mit der Hörminderung. Bei einer 2016 in Massachusetts/USA durchgeführten Umfrage unter knapp 340 Teilnehmern mit Hörverlust wurde untersucht, ob und wie die Betroffenen ihre Schwerhörigkeit ihrem Gegenüber mitteilen. Mehr als ein Drittel der Teilnehmer gab an, nur selten, wenn überhaupt, im Gespräch mit anderen den eigenen Hörverlust zu erwähnen, um damit bessere Voraussetzungen für die Verständigung zu schaffen.

Wer hingegen offen mit seinen Hörproblemen umging und auf Verständnis stieß, war auch eher bereit, an Gesprächen wieder aktiv teilzunehmen. Auffällig war, dass Frauen mehr als doppelt so häufig wie Männer ihrem Gesprächspartner ihre Schwerhörigkeit offenbaren und diesem erklären, wie eine bessere Verständigung möglich wäre. Männer informieren zwar über ihr Problem, liefern aber keine weitere Erklärung, die bei der Kommunikation weiterhelfen könnte, wie etwa deutlich und langsam sprechen oder für ein ruhiges Gesprächsumfeld sorgen.

Mehr hören, besser leben
Mit dem Partner über die eigene Hörminderung zu sprechen, ist der erste wichtige Schritt zur Lösung des Problems in Form einer angemessenen Hörsystemversorgung. Diese wirkt sich dann meist nicht nur positiv auf die Persönlichkeit und die Lebensqualität des Betroffenen aus, sondern auch auf das Zusammenleben im familiären und gesellschaftlichen Umfeld. Im Rahmen der 2018 durchgeführten Euro-Trak-Studie zur Untersuchung der Schwerhörigkeit im europäischen Vergleich wurden Angehörige zu ihren Erfahrungen im Alltagsleben mit einem Hörsystemträger befragt. Sie bestätigten allgemein, dass sich die Kommunikation und Beziehung mit der betreffenden Person seit deren Hörsystemversorgung verbessert hat.

Von den Betroffenen selbst berichteten 78 Prozent , dass sich ihre allgemeine Kommunikationsfähigkeit dank ihrer Hörsysteme verbessert hatte, während 73 Prozent Verbesserungen der Beziehungen im familiären Umfeld und bei der Teilnahme an gesellschaftlichen Aktivitäten hervorhoben. Ein fast ebenso hoher Anteil bereute es zudem, sich nicht früher für eine Hörsystemversorgung entschieden zu haben. Denn ein offenes Ohr in der Partnerschaft und soziale Teilhabe bedeuten unersetzliche Lebensqualität.
 
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