Die Akzeptanz von Hörsystemen nimmt zu

Die aktuelle EuroTrak-Studie zeigt: Hörsystemträger sind immer häufiger mit ihren Hörhilfen zufrieden. Sie erfreuen sich an mehr Lebensqualität und besserem Sicherheitsempfinden. Immer noch aber gibt es auch zu viele Betroffene, die zu lange abwarten, bis sie handeln.
Die EuroTrak-Hörstudie ist die größte internationale Vergleichsstudie zu Hörverlust und Hörgerätenutzung, die vom Züricher Marktforschungsunternehmen Anovum im Auftrag der Europäischen Vereinigung der Hörsystemhersteller (EHIMA) in verschiedenen Ländern durchgeführt wird. Nach vier Jahren Pause liegt nun auch wieder eine EuroTrak-Studie für Italien vor. Die Anzahl der hörgeminderten Menschen in Italien ist demnach im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2018 nur leicht angestiegen (von 12,1 auf 12,5 %), wobei gut ein Drittel (35,2 %) der Betroffenen ein Hörsystem benutzt: knapp 6 Prozent mehr als 2018 (29,5 %). Bei diesem Zuwachs dürfte auch die Pandemie eine Rolle gespielt haben: Die Masken und damit das fehlende Erkennen der Mimik von Gesprächspartnern haben für viele Menschen ihr Hörproblem verschärft. Diese Annahme scheint auch die Tatsache zu stützen, dass 71 Prozent derjenigen, die ein Hörgerät besitzen, dieses erst 2019 oder später erworben haben.

Deutliche Verbesserung der Lebensqualität
Die Zahlen für Italien zeigen auch, dass Menschen mit einer festgestellten Hörminderung im Durchschnitt zwei bis drei Jahre warten, bevor sie sich für eine Hörsystemversorgung entscheiden. Dies, obwohl gut zwei Drittel (67 %) der Träger nach dem Erwerb angeben, dass sich ihr soziales, berufliches, emotionales und ihr Beziehungsleben deutlich verbessert hat. Sogar noch deutlich mehr Betroffene (83 %) empfinden, dass sie sich mit Hörsystemen in städtischer Umgebung sicherer fühlen. Fast alle Befragten (97 %) bestätigen eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität dank ihrer Hörhilfen. Die Akzeptanz ist also insgesamt hierzulande hoch. Ganz allgemein sind knapp 80 Prozent der Nutzer mit ihren Hörsystemen zufrieden, das liegt im europäischen Durchschnitt. Für 87 Prozent funktionieren die Hörsysteme besser oder wie erwartet, vor allem bei den Nutzern neuerer Geräte. Dies deutet daraufhin, dass die erworbenen Hörsysteme in den meisten Fällen auch getragen werden und zwar durchschnittlich etwa acht Stunden pro Tag. Der Anteil derjenigen, die ihr Hörsystem gekauft, aber nie oder sehr selten getragen haben, liegt bei nur vier Prozent.

Hörbewusstsein noch mangelhaft
Selbst wenn immer mehr hörgeminderte Menschen die Vorteile und die Leistung von Hörsystemen anerkennen, verzichten immer noch viele Betroffene auf gutes Hören. Viele sind sich der Auswirkungen einer unbehandelten Schwerhörigkeit nicht bewusst und nehmen über Jahre Einschränkungen der Lebensqualität und der sozialen Teilhabe, aber auch Nachteile im beruflichen Leben in Kauf. Über die Hälfte der Befragten geben in der Studie an, dass sie über die Auswirkungen einer unbehandelten Schwerhörigkeit, wie etwa verminderte geistige Leistungsfähigkeit, nicht Bescheid wissen. Über die Hälfte von 13.450 befragten Hörgeschädigten haben noch nie einen Hörtest gemacht, bei 15 Prozent liegt dieser über fünf Jahre zurück.

Auch die EuroTrak-Studie macht somit deutlich, wie wichtig die Sensibilisierung und Kommunikation hinsichtlich der Bedeutung guten Hörens und der Prävention von Hörverlust sind.
 
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