Cochlea-Implantat: je früher desto besser

Je früher ein Kind Höreindrücke sammeln kann, desto besser wird es später nicht nur hören, sondern auch sprechen und sich ausdrücken können. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Kinderohren bei Vorliegen einer Schwerhörigkeit frühzeitig versorgt werden. Eine neue Studie zeigt mehr.
Schwerhörigkeit kann heute dank des im Mutterpass festgehaltenen Ergebnisses des Neugeborenen-Hörscreenings frühzeitig festgestellt und versorgt werden. Bei Neugeborenen ist eine Schwerhörigkeit zu 50 % genetisch und zu 50 % durch prä- oder postnatale Infektionen bedingt. Welche Hilfsmittelversorgung in Frage kommt, hängt von Art und Grad der Schwerhörigkeit ab. Die auch bei Kindern vorkommende Schallleitungsschwerhörigkeit etwa, die das äußere oder mittlere Ohr betrifft, ist in der Regel vorübergehend und kann medikamentös oder operativ korrigiert werden. Anders die Schallempfindungsschwerhörigkeit, bei welcher die Funktion der Hörschnecke oder der Hörbahn zum Gehirn dauerhaft geschädigt ist. Diese Form der Schwerhörigkeit besteht meist von Geburt an und kann weder mit Medikamenten noch chirurgisch behandelt werden. Den meisten davon betroffenen Kindern kann aber mit Hörsystemen geholfen werden, wozu auch das eventuell vorhandene Resthörvermögen genutzt werden kann. Bei sehr starker Hörbeeinträchtigung, Taubheit oder Vorliegen medizinischer Besonderheiten werden operative Lösungen wie Cochlea-Implantate oder Knochenleitungshörsysteme in Erwägung gezogen.

Früher Einsatz von Cochlea-Implantat zeigt Wirkung
Wie bei Hörsystemen gilt auch für Cochlea-Implantate: Je früher das betroffene Kind damit versorgt wird, desto bessere Erfolge werden erzielt. Eine neue Studie des Universitätsklinikums in Freiburg hat bestätigt, dass einseitig ertaubte Kinder durch den frühzeitigen Einsatz eines Cochlea-Implantats ihr Sprachverständnis verbessern konnten. Die Forscher beobachteten 11 Kinder mit angeborener einseitiger Taubheit, die mit einem Cochlea-Implantat versorgt wurden, über einen Zeitraum von über drei Jahren. Dabei stellten sie fest, dass besonders jene Kinder, die das Implantat erhielten, als sie jünger als drei Jahre waren, Sprache über einen längeren Zeitraum besser verstehen konnten. Zudem konnten die untersuchten Kinder auch andere Vorteile dank der frühzeitigen Versorgung erleben. Auch die älteren Kinder bis zu fünf Jahren oder älter zeigten ein verbessertes Sprachverständnis. Wie die Verfasser der Studie betonen, ist die frühzeitige Feststellung einer einseitigen Ertaubung bei Kindern genauso wichtig wie eine beidseitige, um die beste Entwicklung des Kindes zu garantieren. Und dafür sind gutes Hören und Verstehen grundlegende Voraussetzungen.

Quelle: hear-it.org
 
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